• Beitritt zum Europarat: 1995
• Fläche: 603 700 km²
• Bevölkerung: 37 Millionen Einwohner (2023)
• Hauptstadt: Kiew (Kyiv)
• Amtssprache: Ukrainisch
• Staatsform: Republik
• Staatschef: Volodymyr Zelensky gewählt den 21. April 2019
• Regierungschefin: Yuliia Svyrydenko am 17. Juli 2025 zur Premierministerin ernannt
• Währung: Hryvnia (UAH)
• Telefonvorwahl: +380
• Nationalfeiertag: 24. August, Ausrufung der
ukrainischen Unabhängigkeit
Auf Grund seiner besonderen Lage an lukrativen Handelswegen wurde Kiew das Zentrum eines sehr mächtigen slavischen Staates – Ruthenien. Doch die Gier der ruthenischen Gutsherren steuerte den Staat in den Ruin, sodass er geradezu unter das Joch der Mongolen fiel. In der Folge und für mehrere Jahrhunderte wird die Ukraine vor allem vom Litauisch-polnischen Staat, Russland und Deutschland begehrt und beherrscht, bevor sie im Jahr 1917 schließlich ihre Unabhängigkeit ausruft.
- 1917-1920 Kurze Zeit der Unabhängigkeit, ausgerufen von der Rada. Aber kurze Zeit später wird die ukrainische Volksrepublik vereinnahmt und das ukrainische Gebiet wird zwischen Russland, Polen, Rumänien und der Tschechoslowakei aufgeteilt.
- 1922-1991 Sowjetische Zeit
- 1922 Erste Hungersnot in Folge der Verstaatlichung der Ländereien und der Dürre von 1921.
- 1932-1933 Zweite Hungersnot, die bis zu 10 Millionen Tote nach sich zieht. Als Landwirtschaftsnation schlechthin waren die Ukrainer jetzt dazu verdammt am Hunger zu sterben. Um der Massenauswanderung auf der Suche nach Nahrung in die besser ausgestatteten benachbarten sowjetischen Republiken vorzubeugen, wurden die ukrainischen Gebiete vom Militär isoliert. Das Ergebnis war der Völkermord, den die Ukrainer unter dem Namen „Holodomor“ oder „Ausrottung durch den Hunger“ kennen.
- 1937-1938 Die « Großen Auslöschungen » : Die Hinrichtungen und Verhaftungen des Stalin-Regimes, vor allem von ukrainischen Intellektuellen, von großem Ausmaß: Einige Tausend Ukrainer werden hingerichtet oder in Arbeitslager geschickt.
- 1941 Nazideutschland marschiert in die UdSSR ein.
- 1943 Die Sowjettruppen nehmen Kiew nach blutiger Schlacht wieder ein.
- 1991 Die Ukraine ruft ihre Unabhängigkeit aus.
- 9. November 1995 Beitritt zum Europarat
- 11. September 1997 Ratifikation der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK)
- 1998 Inkrafttreten des Partnerschafts- und Kooperationsabkommens mit der EU im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP)
- 2004 Orangene Revolution in Folge der Anfechtung der Ergebnisse der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen. Sie markiert den Anfang einer Annäherung mit den westlichen Ländern, der NATO und der EU.
- 2008 Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO). Beginn der Verhandlungen für ein Assoziierungsabkommen mit der EU
- 2009 Abschluss der « Östlichen Partnerschaft der EU » (Assoziierungsabkommen) im Rahmen der ENP
- 2014 Unterzeichnung eines Freihandelsabkommen zwischen der EU und der Ukraine
Ehemaliges Zentrum slavischer Kultur, majestätische Stadt, Stadt der goldenen Dächer, Stadt der Gärten: Das sind einige der Namen, die man Kiew gegeben hat. Aber keiner dieser Attribute könnte völlig den Charakter der Stadt beschreiben, die an den Ufern des Flusses Dnipro gelegen ist. Es ist eine zugleich junge und alte Hauptstadt, administratives, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Ukraine, eine Stadt, die mehr als 2,6 Einwohner zählt. Kiew ist dabei seinen Ruf wiederzuerlangen, eine der schönsten Hauptstädte Osteuropas zu sein. Die Straßen werden von bezaubernden Kastanienbäumen gesäumt und der Reichtum und die Vielfalt der Architektur sind erstaunlich. Die tausendjährigen orthodoxen Tempel, die eklektischen Fassaden der alten Bauwerke tragen die Spuren der vergangenen Größe der Rus von Kiew.
Kathedrale Heilige Sophie
Odessa
Yalta
Abgesehen vom bekannten historischen Abkommen, das Yalta berühmt machte und im Jahre 1945 unterzeichnet wurde um den Fortbestand Europas nach dem Fall des Dritten Reiches zu regeln, ist es vor allem aber der Strand, der eine bekannte Badestadt aus ihr macht – die schickste im ganzen Schwarzmeerraum nachdem Zar Alexander II die nahe gelegene Stadt Livavia zur Sommerresidenz erwählt hatte. Yalta erfuhr allerdings einen wirtschaftlichen Rückgang nach dem Fall des Sovietregimes, weil die reiche Bevölkerung es verließ um in den Badeorten Westeuropas Urlaub zu machen.
Ideal an der Südküste der Krim gelegen, bietet Yalta die Möglichkeit zahlreicher Strandspaziergänge bevor man die Kathedrale Heiliger-Alexander-Nevski besichtigt, ein schönes Beispiel neo-byzantinischer Architektur, oder die alte Sommerresidenz der Romanovs, ein Renaissancepalast, der von einem wunderschönen französischen Garten umgeben ist. Ein weiterer Höhepunkt ist das Haus, in welchem der große russische Komponist Tchekhov seine letzten fünf Jahre verbrachte und welches in ein Museum verwandelt wurde.
Die Karpaten
Die Festung von Khotyn
Der Poet, Künstler und Denker Schewtschenko besetzt einen prominenten Platz zwischen den Persönlichkeiten der ukrainischen Kultur mit seiner Rolle als Retter des Volkes und Wegbereiter der ukrainischen Unabhängigkeit.Seine Poesie reflektiert das Ausmaß nationalukrainischen Geistes und rühmt das weltliche Freiheitsstreben des ukrainischen Volkes. Er ermöglichte es, das ukrainische Gedächtnis intakt zu halten, welches schweren Proben im Laufe seiner Geschichte ausgesetzt war. Sein dichterisches Werk markiert die Geburt der modernen ukrainischen Literatur und das nationale Erwachen seines Landes.
Die Bandura
© Botschaft der Ukraine in Paris
Die Brustkette
Textquellen: Botschaft der Ukraine in Paris