Strasbourg
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Centre d'Information sur les Institutions Européennes

Centre d'Information sur les Institutions Européennes (CIIE)

Der Club Europe

Vorstellung des Club Europe

Europäer, die sich einbringen !

Um den Bürgern so nahe wie möglich zu sein, nutzte das CIIE seine bei europäischen Veranstaltungen gesammelten Erfahrungen und gründete den Club Europe. Dieser Club, dessen Vorsitz Monsieur Hans-Christian Krüger, ehemaliger Stellvertreter des Generalsekretärs des Europarates, inne hat, verbindet überzeugte Europäer, die bereit sind, ihr Wissen mit den elsässischen Bürgern zu teilen. Sie sind ehrenamtliche Referenten, die damit beauftragt sind, Informationen über Europa zu verbreiten. Dabei reisen sie durch das Elsass und halten interaktive Vorträge, die natürlich auch für Diskussionen über EU-Themen offen stehen.

Ob Rentner, Lehrer, Studenten oder andere Erwerbstätige, die Vielseitigkeit dieses Netzwerkes erlaubt es ein breit gestreutes Publikum für das Europa von gestern, heute und morgen zu sensibilisieren: Schulen, Collèges, Lycées, Universitäten, Vereinigungen, Körperschaften…

Der Club zählt über 100 Mitglieder, die zusammen bereits fast 3000 Veranstaltungen im Elsass organisiert haben.

Tätigkeitsbereiche des Club Europe

Schulveranstaltungen – Eurovoyageur

Die Europäische Union den Kindern in einer einfachen und verständlichen Sprache näher zu bringen, das ist das Ziel des Programms Eurovoyageur, das vom CIIE für Grundschulklassen im Elsass entwickelt wurde. Bei dieser Veranstaltung gehen die Schüler auf eine fiktive, etwa zweistündige Reise durch die Europäische Union. Dabei sprechen die Kinder Themen wie die Symbolik, Geschichte und Geografie der EU aber auch die Flaggen, Hauptstädte, Traditionen und spezifischen Besonderheiten der Mitgliedsstaaten an. Die Veranstaltung besteht aus zwei Teilen: Nach der Präsentation über die Europäische Union, bilden die Schüler Vierergruppen. In diesen Gruppen gehen sie auf Entdeckungsreise, indem jeder einen Fragebogen über die Mitgliedsländer und die Kandidatenländer der EU ausfüllt.

Seit der Einführung dieses Programms 2003 haben die Referenten des Club Europe 2 608 Veranstaltungen für fast 65 000 Grundschüler im Elsass durchgeführt (2003-2012).

Jahr Anzahl der Veranstaltungen Anzahl der Schüler
2006 222 5 280
2007 348 8 661
2008 268 6 578
2009 296 7 180
2010 227 5 655
2011 337 8 282
2012 293 7 060
Gesamt 2 608 64 196

Veranstaltungen am Collège – Eurocollège

Speziell an den Unterricht am Collège angepasst, hat das Programm Eurocollège während seiner zweistündigen Dauer zwei Hauptaufgaben: Auf der einen Seite die Festigung des Wissens über die europäische Einigung und die Arbeitsweise der EU-Institutionen, auf der anderen Seite sein gelerntes Wissen mit Hilfe eines spielerischen Fragebogens anzuwenden und sich gegenüber Europa zu öffnen. Nach einem speziell an die Schüler eines Collège angepassten Vortrags über die Europäische Union begeben sich die Schüler auf eine virtuelle Entdeckungsreise, indem jeder einen Fragebogen über die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten ausfüllt.

Die Mitglieder des Club Europe haben bereits 452 Eurocollèges für 12 012 Schüler in der Region durchgeführt (2003-2012).

Jahr Anzahl der Veranstaltungen Anzahl der Schüler
2006 51 1460
2007 48 1212
2008 115 2 998
2009 45 1 182
2010 27 899
2011 25 715
2012 52 1 327
Gesamt  452 12 012

Veranstaltungen am Lycée - Euroquiz

Das Euroquiz, das speziell für Schulveranstaltungen am Lycée entwickelt wurde, hat die Aufgabe, die Herausforderungen des Europas von heute und morgen in einer einfachen und interaktiven Weise darzustellen. Es besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil erlaubt es eine kleine interaktive Konferenz über die europäische Einigung, die Institutionen und aktuelle Geschehnisse in Europa, die Europäische Union vorzustellen. Darauf folgt ein kleines Spiel. Die Teilnehmer bilden Dreiergruppen und beantworten jeder einen Fragebogen mit Fragen zur europäischen Einigung, zur Zukunft Europas, ihren Institutionen, zu Europa im täglichen Leben und den Mitgliedsstaaten.

245 Klassen aus elsässischen Lycées haben bereits ein dieser Veranstaltung des Club Europe teilgenommen, das sind 5 628 Schüler (2003-2012).

Jahr Anzahl der Veranstaltungen Anzahl der Schüler
2006 28 869
2007 28 737
2008 22 585
2009 18 466
2010 12 282
2011 28 620
2012 15 343
Gesamt 245 5 628

Konferenzen für die breite Öffentlichkeit

Das Euroquiz, das speziell für Schulveranstaltungen am Lycée entwickelt wurde, hat die Aufgabe, die Herausforderungen des Europas von heute und morgen in einer einfachen und interaktiven Weise darzustellen. Es besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil erlaubt es eine kleine interaktive Konferenz über die europäische Einigung, die Institutionen und aktuelle Geschehnisse in Europa, die Europäische Union vorzustellen. Darauf folgt ein kleines Spiel. Die Teilnehmer bilden Dreiergruppen und beantworten jeder einen Fragebogen mit Fragen zur europäischen Einigung, zur Zukunft Europas, ihren Institutionen, zu Europa im täglichen Leben und den Mitgliedsstaaten.

245 Klassen aus elsässischen Lycées haben bereits ein dieser Veranstaltung des Club Europe teilgenommen, das sind 5 628 Schüler (2003-2012).

Jahr Anzahl der Veranstaltungen Anzahl der Schüler
2006 28 869
2007 28 737
2008 22 585
2009 18 466
2010 12 282
2011 28 620
2012 15 343
Gesamt 245 5 628

Die Referenten des Clubs haben bereits 52 Konferenzen für 1 682 Personen organisiert. Dabei wurden Themen wie die europäische Einigung, die europäischen Institutionen, die EU-Erweiterung, die Europäische Verfassung etc. behandelt.

Informationsstände

Auch die Mitglieder des Club Europe unterstützen die Aktivitäten des CIIE, indem sie an Informationsständen aushelfen. So ist der Club regelmäßig bei den Picknicks im Jardin des Deux Rives, an Tagen der offenen Tür im Europäischen Parlament, während des Europamonats in Straßburg im Parc de l’Orangerie oder auch auf der Straßburger Europamesse präsent.

Der "Stammtisch"

Schließlich treffen sich die Mitglieder des Club Europe regelmäßig mit europäischen Persönlichkeiten am „Stammtisch“. So wurden sie seit der Gründung des Clubs bereits von Monsieur Hans-Christian Krüger, dem ehemaligen Stellvertreter des Generalsekretärs des Europarates, Madame Fabienne Keller, der ehemaligen Bürgermeisterin von Straßburg, Monsieur Diamandouros, dem Europäischen Bürgerbeauftragten, Richter Costa vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, General Marengo, dem Generalstabschef des Eurocorps, und Madame Moreno vom Europarat empfangen.

Interview

Josette-Marie Hasdenteufel
Mitglied des Club Europe

Madame Hasdenteufel ist Gründungsmitglied des Club Europe. Sie ist Heiltherapeutin im Ruhestand und arbeitete lange Zeit mit verhaltensgestörten Kindern. Sie ist weltoffen und lebte in Madeira. Heute unterstützt sie das CIIE bei seinen Informationsveranstaltungen über Europa.

Q: Warum engagieren Sie sich ehrenamtlich beim CIIE ?
R: Zuerst habe ich durch die Zeitung DNA von Ihrem Plan erfahren, einen Club für Referenten über Europa zu gründen. Auch wenn ich im Rentenalter bin, möchte ich auch weiterhin für Kinder da sein. Die Veranstaltungen, die Sie an Grundschulen organisieren, haben mich dazu veranlasst, dem Club Europe als Referentin beizutreten. Ich will Ihnen nicht verheimlichen, dass ich am Anfang ein bisschen Angst hatte, ihre Veranstaltungen seien nur den Experten, die sich bestens mit der Europäischen Union auskennen, vorbehalten. Meine Kenntnisse über die Europäische Union waren zu diesem Zeitpunkt noch sehr gering.

Q: Wie haben Sie die ersten Veranstaltungen des Club Europe erlebt ?
R: Ich habe es wirklich zu schätzen gewusst, dass Sie die Referenten nicht einfach so ins kalte Wasser schubsen. Die ganzen Vorbereitungen liefen ohne Druck ab. Zuerst einmal erhält man eine Weiterbildung zur Europäischen Union und zu den Programmen. Ganz besonders zu schätzen weiß ich Ihre Art und Weise wie sie die Jüngsten an Europa heranführen. In der Tat hat man gegenüber den Kindern und Jugendlichen eine richtige Verantwortung für den angebotenen Inhalt und Ihre Programme wie der Eurovoyageur geben uns Referenten die Mittel, die Europäische Union objektiv und ohne vorgefasste Meinung zu erklären. Das ganze Team des CIIE garantiert eine umfassende Betreuung und bereitet uns darauf vor, die Veranstaltungen durchzuführen – und das alles mit der richtigen Einstellung.

Q: Was hat Ihnen der Club Europe persönlich gebracht ?
RZuerst einmal bin ich richtig froh, dass man von mir in einem Themengebiet, das mir am Anfang völlig fremd war, etwas erwartet. Es ist auch erfüllend, dass ich weiterhin mit Kindern arbeiten kann. Auf Grund des mir von Ihnen entgegengebrachten Vertrauens, lag mir sehr viel daran, mich zu engagieren und mich so gut wie möglich für Ihr Projekt einzusetzen. Und was zurückkommt ist noch viel schöner, denn die Lehrer drücken mir ihre Zufriedenheit aus und sehr oft schlagen sie mir vor, in einer ihrer anderen Klassen zu referieren. Später fasste ich durch die Veranstaltungen in den Grundschulklassen mehr Selbstvertrauen. Trotz meiner Bedenken, dass mir die Jugendlichen nicht zuhören würden und ob mein Wissensstand ausreichen würde, um eine Veranstaltung am Collège durchzuführen, habe ich im Juni mein erstes Eurocollège in Eschau am Sebastian Brant Collège abgehalten und auch dort verlief alles reibungslos.

Berichte des Club Europe

Konferenzen, Kolloquien, Lesungen – die Mitglieder des Club Europe berichten davon.

Bericht der Konferenz „Territoriale Intelligenz: Die grenzübergreifende Zusammenarbeit“

Am 30. Januar 2009 organisierte der APR, Association de prospective rhénane (Verband für rheinische Zukunftsforschung), zum Thema „Territoriale Intelligenz: Die grenzübergreifende Zusammenarbeit“ ein Treffen mit Gérard Traband anlässlich seines Werkes „Die Grenzen auslöschen?“ (Ausgabe La Nuée Bleue, Straßburg, 2008).

Geograf und Regionalrat Gérard Traband zeigt die Öffnung der Grenze zwischen dem Nordelsass und Deutschland an Hand von einigen Ereignissen: die Saarländer im Elsass (Referendum von 1955), die Investitionen im Nordelsass (Das Karlsruher Siemenswerk baut eine Zweigstelle in Hagenau, 1957), die Abwertung des Franc (essenziell, um bis 20 % günstigere Preise, 1958), elsässische Arbeitskräfte für den Berliner Mauerbau (1961).

Die Wirtschaftslage entwickelt sich neu: Das deutsche Wirtschaftswunder, die Verlagerung des Schwerpunktes in Richtung Südosten der BRD und eine neue Unternehmensorganisation (Kündigung oder billigere Arbeitskräfte). Die kulturell unterschiedlichen Dar- und Vorstellungen fallen auch ins Gewicht, besonders der Arbeiter ist in Deutschland besser angesehen.

Das grenzübergreifende Gebiet ist somit durch Pendlerströme und neue Akteure geprägt: Die Rolle des französischen Marktes und später des europäischen Binnenmarktes für die Erschließung weiterer Märkte, die Angestellten seit 1959 und das Arbeitskräftepotenzial, die Verbraucher 1970 und der Einzugsbereich, die Bewohner 1990 und die periphere Lage, die Investoren 1995. „Wir schaffen die Grenze ab, wir überwinden sie“.

Eine grenzüberschreitende Dynamik setzt ein. Diese Pendlerströme führen zu neuen Bedürfnissen, die den geistigen Raum in Frage stellen. Dennoch bleibt eine Asymmetrie zwischen einer zentralistischen, landesweiten Herangehensweise Frankreichs und einer regionalen Herangehensweise der deutschen Bundesländer und Schweizer Kantone. Der Staat, die Region und die EU sind die grenzüberschreitenden Akteure im Elsass: die deutsch-französisch-schweizerische Oberrheinkonferenz in Karlsruhe 1996 (mehr Entscheidungsbefugnisse für die Kollektive) und der Oberrheinrat 1998 sind ein Vorgeschmack auf das geeinte Europa. Ein Widerspruch bleibt dennoch bestehen: Die Sprache des Nachbarn wird immer weniger gesprochen, der Unterschied zwischen den Elsässern und den Deutschen wird bestätigt, der Graben verbreitert sich – „Die deutsche Invasion und der Rückzug des Staates aus der Region“.

Die Diskussion anlässlich der Debatte brachte weitere Punkte mit sich, wie das deutsch-französische Steuerabkommen von 1958 (Ph Mattoug), der Komplex und die Abschottung der wirtschaftlich schwachen Region Nordried (H Nonn) und die gemeinschaftliche Verwaltung durch die Region der 300 Projekte bis 2013 (P Meyer). Der französische Staat will eine „Großregion Osten“ schaffen, in der das Elsass in der Peripherie liegen würde. Ist das Projekt Eurodistrict die Aufspaltung der gemeinsamen Interessen, die auf einer täglichen Verwaltung gründen? Dies stellt eine Herausforderung zwischen der Region und der Metropole dar: Das Grenzgebiet zu einer eher französisch eingestellten oder einer gegenüber Europa aufgeschlossenen Region entwickeln ?

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